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05.09.2016
Alter: 230 Tage
Kategorie: öffentlich

Einmal kurz nach Venedig


Warum eigentlich nicht für einen Tagestrip nach Venedig fliegen? Diese Frage haben sich Jakob Kleimaier und Stephan Lausmann gestellt. Der 25. August war dann der perfekte Tag dafür. Ein kräftiges Hoch versprach Sonne satt von Weißenhorn bis Venedig, und damit eine problemlose Überquerung der Alpen.

Die Flugvorbereitungen sind zügig durchgeführt, der Flugplan bei der Deutschen Flugsicherung aufgegeben und unsere vereinseigene Super Dimona startklar. Am Morgen um 8 Uhr heben wir in Weißenhorn ab. Im erste Streckenabschnitt fliegen wir durch ein grandioses Alpenpanorama über Füssen, den Fernpass, durch das Ötztal zum Timmelsjoch und weiter nach Bozen, dass unter einer dicken Nebeldecke liegt. Von dort geht es weiter über die Ausläufer der Dolomiten direkt nach Padova, von wo uns die örtliche Flugverkehrskontrolle die Route bis nach Venedig vorgibt. In 400 Metern Höhe erreichen wir die Mittelmeerküste. Es folgt ein traumhafter Anflug über die Adria und um 10:14 Uhr setzt die D-KWEM schließlich auf der Piste von Venedig Lido auf.

Nach Erledigung aller Formalitäten machen wir uns von der Insel Lido auf den Weg ins Zentrum von Venedig. Mit dem „Taxiboat“ gelangen wir über die Lagune von Venedig direkt auf den Markusplatz. Leider ist durch geschätzte 1.000.000 Touristen nicht viel von der Stadt zu sehen. Und so entscheiden wir uns, nachdem wir im Schnelldurchgang die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ausgekundschaftet haben, schnell wieder den Weg zurück auf die Insel Lido anzutreten. Hier können wir erst einmal, ganz ohne Touristenströme, entspannt Mittagessen. Anschließend geht es dann zum obligatorischen Plantschen an den Sandstrand von Lido. Bei nahezu 30 Grad Wassertemperatur hält sich die Erfrischung in Grenzen – schön  war’s aber trotzdem. Ein Spaziergang quer durch die Insel führte uns schließlich wieder auf den Flugplatz von Lido.

Die Vorbereitungen für den Rückflug sind schnell abgeschlossen und unsere Super Dimona aufgetankt. Und so heben wir um 17 Uhr wieder in Richtung Weißenhorn ab. Auf dem Rückflug soll es diesmal über den Brenner gehen. Wir fliegen also nach verlassen des Luftraums von Venedig etwas weiter östlich auf die Dolomiten zu. Die Alpen empfangen uns mit faszinierenden Licht- und Schattenspielen durch die schon tiefer stehende Sonne. „Innsbruck Radar“ erteilt uns nach überfliegen des Brenners die Freigabe zum Durchflug der dortigen Flughafenkontrollzone und wenige Minuten später fliegen wir unterhalb der Zugspitze auf Garmisch Partenkirchen zu. Wir genießen die letzten 30 Minuten Flugzeit auf dem Weg durchs Alpenvorland und setzen unseren Motorsegler um viertel nach sieben weich auf der Piste von Weißenhorn auf.

Fazit: Wir sind um ein sehr schönes Flugerlebnis reicher und Europa bietet noch unzählig weitere Ziele die auf uns warten.


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